E-Mobilität: Immer mehr Ladepunkte

Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Ladepunkte für Elektroautos von 24.000 auf gut 40.000, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft.

Die Zahl der öffentlichen Ladepunkte ist von 24.000 im Dezember 2019 um 66 Prozent auf 40.000 gestiegen, so der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), der die Ladepunkte bundesweit registriert. Parallel zu den öffentlichen gehe der Ausbau der privaten Ladepunkte dank des KfW-Förderprogramms für Wallboxen gerade durch die Decke, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
Damit entstehe eine Ladeinfrastruktur, die sich am Bedarf der E-Mobilisten orientiert, denn mehr als 80 Prozent aller Ladevorgänge fänden zu Hause oder am Arbeitsplatz statt, so Andreae weiter. Nun können auch kleine und mittlere Unternehmen Förderanträge für E-Auto-Ladestationen beim Bundesverkehrsministerium stellen. Damit könnten an Kunden- und Mitarbeiterparkplätzen zusätzliche Ladepunkte entstehen, heißt es vom BDEW.

 

Berlin und Bayern vorn

 

Im Städteranking bleibt Berlin an der Spitze. Dort können E-Autos mittlerweile an 1694 öffentlichen Punkten geladen werden. Im Dezember 2019 waren es noch 974 gewesen. Es folgen München mit 1310, Hamburg mit 1226 und Stuttgart mit 616 Ladepunkten. Wolfsburg legte um 1500 Prozent zu und hat nun 467 Ladepunkte. Im Ländervergleich ist der alte Spitzenreiter Bayern weiter in Führung mit einem Zuwachs von knapp 50 Prozent seit Dezember 2019 und derzeit 8325 Ladepunkten. Baden-Württemberg legte um rund 70 Prozent zu und liegt mit 7047 gemeldeten Ladepunkten auf Platz zwei. Es folgen Nordrhein-Westfalen mit insgesamt 6164, Niedersachsen mit 3783 und Hessen mit 2775 Ladepunkten.

 

Hindernisse ausräumen

 

Allerdings sei diese dynamische Entwicklung kein Selbstläufer, gibt der BDEW zu bedenken. Es fehle den Betreibern an Planungssicherheit für den weiteren Ausbau. Weitere Fesseln, die gelöst werden müssten, seien die schnelle und unbürokratische Bereitstellung von Flächen für Ladestationsstandorte, die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren und die Entbürokratisierung der Förderprogramme.